Archiv für Oktober 2010

Echo-Artikel zur Demo am 30.09

Hausbesetzer demonstrieren gegen Räumung

An dem Zug durch die Innenstadt am Donnerstagabend beteiligen sich mehr als 70 Personen
Mehr als 70 Teilnehmer demonstrierten am Donnerstagabend mit einem Zug durch die Innenstadt gegen die Räumung des besetzten Asylbewerberheimes in der Heidelberger Straße 148 am Samstag durch die Polizei und für ein autonomes Zentrum. Wie berichtet, hatte die Stadt Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung gestellt, nachdem sich die Besetzer weigerten, das Haus freiwillig zu verlassen. 28 junge Leute wurden vorläufig festgenommen und im Polizeipräsidium erkennungsdienstlich behandelt. Die Gruppe wollte mit ihrer erneuten Aktion – an Fronleichnam hatten sie in der Neckarstraße ein leerstehendes Haus besetzt, das allerdings nicht der Stadt, sondern einem privaten Investor gehört – auf städtischen Leerstand aufmerksam machen und, in ihren Worten, »neuen Wohnraum erschließen«. Der Asta der Fachhochschule Frankfurt hat sich inzwischen mit den Besetzern und ihren Forderungen solidarisch erklärt. (mehr…)

Solidaritätserklärung des AStA FH Frankfurt für die Besetzer_innen Neckar 5 in Darmstadt

Unnötiges repressives Vorgehen der Polizei, der Stadt Darmstadt gegen die Besetzer_innen Neckar5, Heidelbergerstraße 148 anstatt die Auseinandersetzung mit den legitimen Forderungen zu führen

Für ein unabhängiges Wohn- und Kulturzentrum in Darmstadt und überallsonst!

Der AStA der FH Frankfurt am Main erklärt sich solidarisch mit den Besetzer_innen der Heidelbergerstraße 148 und ihren Forderungen nacheinem selbstbestimmten Wohn- und Kulturzentrum.

Die wiederholte Forderung, die Aneignung in einem ehemals leer stehendenAsylheim, einem ‚öffentlichen Gebäude‘ der Stadt Darmstadt, ein Wohn- und Kulturzentrum zu organisieren wurde von Seiten der Polizei, den Verantwortlichen der Stadt repressiv zunichte gemacht.

Anstatt den Dialog zu führen setzte die Polizei, die Stadt auf Repression um den berechtigten Widerstand der Besetzer_innen zu brechen.

In einer Stadt, die sich als ‚sozialen Raum‘ begreift in der aber potenzieller Lebens- und Wohnraum ungenutzt bleibt, leer steht und nach und nach zerfällt, halten wir das Vorgehen der Besetzer_innen für legitim und dringend erforderlich.

Wer einen Diskurs über das Leben am Rande des ‚Wohlstands‘, am Rande der Gesellschaft in Zeiten des nicht mehr zu verschleiernden krisenverursachenden Kapitalismus einfordert, der kommt in der Auseinandersetzung innerhalb der Sozialen Frage nicht drum herum, faktischen Missstand durch überteuerten Wohnraum und ständig steigende Lebenshaltungskosten, die nicht mehr finanzierbar werden, im Zusammenhang zu hinterfragen. (mehr…)